
Im ländlichen Raum spielen Anfahrtszeiten eine besondere Rolle. Wenn bei einem Einsatz der Notarzt nachgefordert werden muss, vergehen oft wertvolle Minuten. Einen Lösungsansatz zur Überbrückung bietet unser Telenotarzt-System, kurz TNA.
Hierbei muss direkt betont werden: der TNA ersetzt keinesfalls den physischen Notarzt. Er wird zur Überbrückung der Eintreffzeit aktiviert, kann in unübersichtlichen Situationen eine zweite Meinung geben oder lebenswichtige Medikamente verordnen, die durch den Notfallsanitäter vor Ort verabreicht werden.
Auch wenn die Netzqualität für normale Mobilfunknutzerinnen und -nutzer im ländlichen Raum oft schwankt: das TNA-System ist zuverlässig nutzbar, egal, wie weit draußen man ist.
Zudem wurde unser TNA-System flächendeckend ausgerollt. Die Besatzung eines jeden Rettungswagens, Akut-Einsatzfahrzeuges und Notfall-Krankentransportwagens führt einen personalisierten Harnisch mit sich - und somit auch den Telenotarzt oder die Telenotärztin.
Der Harnisch der Rettungskraft besteht dabei aus drei wesentlichen Elementen: Dem Gurtsystem selbst, einem Smartphone und einem Knochenschall-Headset. Jede Rettungskraft hat dabei ihr personalisiertes System, das per Dienstverordnung bei Einsatzbeginn getragen werden muss.
Das TNA-System ist mit einer Leitstelle verbunden. Dort sitzen speziell geschulte Notärztinnen und Notärzte, die über das TNA-System mit der Rettungskraft vor Ort kommunizieren und diese bis zum Eintreffen des physischen Notarztes unterstützen oder bei gewissen Rückfragen zur Verfügung stehen.
Im Rettungswesen ist die intelligente Nutzung verfügbarer Ressourcen das A und O, um die Patienten bestmöglich zu versorgen.
Mit unserem TNA-System schaffen wir genau das: wir nutzen alle uns zur Verfügung stehenden Ressourcen, um die Patientenversorgung im Landkreis Cloppenburg so hochwertig wie nur irgend möglich zu gestalten.